Braunkappen selber anbauen

Braunkappen im Blumenbeet

Der Anbau der Braunkappe (eigentlich Riesenträuschling)  im letzten Sommer hat sich nun gelohnt – nun erscheinen die ersten Pilze in meinem Stadt-Garten. Letzen Sommer hat mich das Unkraut in meinem Blumenbeet in den Wahnsinn getrieben und ich habe mich entschlossen einfach mal 20cm Hackschnitzel aufzuschütten und mit Braunkappe zu beimpfen. Fazit – das Unkraut ist extrem zurück gegangen, die Rosen und Blumen wachsen noch und die Braunkappe hat eine neue Heimat in meinem Garten gefunden. So kann man mit der „Underground-Pilzzucht“ im Blumenbeet los legen. Keiner der Mitbewohner hat das mit der Braunkappe bemerkt und nicht mal jemand hat mich gefragt für was ich da Hackschnitzel aufgeschüttet habe – im Gegenteil – die Nachbarn sagten mir, dass das Blumenbeet super aussieht! Die Braunkappe eignet sich für diesen Anbau perfekt, da diese auch über mehrere Jahre an diesem Fleck bleiben wird und sich weiter ausbreiten wird. Irgendwie scheint dieser Innenhof-Garten perfekt für Pilze geeignet zu sein, da hier sonst eh fast nix richtig wachsen will. Die Braunkappe verträgt auch Sonne – somit ist das im Blumenbeet kein Problem.

Jeder der das nachmachen möchte, sollte sich einen 50 Liter Sack Hackschnitzel besorgen und diesen auf einer Fläche von ca. 50x50cm mit einer Höhe von ca. 30cm aufschütten. Die Hackschnitzel werden nun reichlich mit Wasser eingegossen – dies sollte man ein paar mal wiederholen, damit die Hackschnitzel richtig feucht werden. Nachdem das Wasser gut abgeronnen ist, bzw. am nächsten Morgen kann man die Braunkappen Substratbrut aufstreuen und ggf. mit einem Rechen etwas unter mischen. Die Braunkappen Brut habe ich vom Bauern im Internet unter www.pilzzucht.at gekauft. Nach diesen „schweren“ Arbeiten muss man nix weiter machen – einfach abwarten. Die Hackschnitzel waren schon im letzten Herbst teilweise recht gut mit Mycel durchwachsen, welches bei der Braunkappe wie weisse Fäden aussieht. Das ist meiner Meinung nach der einfachste Pilz den man züchten kann und auch der pflegeleichteste Pilz. Auch der Geschmack überzeugt – ein richtiger Waldpilz-Geschmack.

Viel Spass beim Pilze züchten!

Euer Bauer!