Pilzzucht – Steriles arbeiten

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Das wichtigste beim Arbeiten mit Pilzkulturen, vor allem bei der Reinkultur oder Brutherstellung ist das sterile arbeiten. Alle Arbeiten sollten in einer möglichst sterilen Umgebung geschehen um Verunreinigungen von Schimmelpilzen oder Bakterien zu vermeiden. Wie schon in einem älteren Artikel beschrieben ist die kostengünstigste Variante eine Glovebox zu bauen. Wenn man das professioneller angehen will dann wird man um einen Laminar Flowhood, einem Gebläse welches Luft durch einen HEPA Filter bläst und somit saubere Luft liefert, herum kommen. Beim Filter sollte man aufpassen,  dass er mindestens H14 hat.

Beim sterilen Arbeiten sollte man auch aufpassen, dass man keine Fenster offen hat, und auch keinen Luftzug in der näheren Umgebung hat. In Thailand wird auch öfter nur mit einem Bunsenbrenner ein steriler Kegel geschafft. Das ist wahrscheinlich die einfachste Möglichkeit wenn man mit der Fläche auskommt. Mit der Glovebox ist man hier sicherlich schon besser dran. Eine Glovebox ist ein möglichst luftdichter Kasten auf den zwei Handschuhe angebracht sind mit denen man in der Box arbeiten kann. Man kann hiermit Konterminationen möglichst gut vermeiden.

Zum sterilen Arbeiten benötigt man Alkohol oder andere Desinfektionsmittel, ein Bunsenbrenner zum rußfreiem abflammen von Skalpellen und Nadeln. Weiters kann man mit Wasserstoffperoxid arbeiten. Ich verwende eine 0,3%ige Lösung mit der ich dann die Pilzstücke die ich zum klonen verwende besprühe. Dies tötet Schimmelsporen ab, aber greift das Pilzmycel nicht an.