Pilzanbau auf Holzstämmen

Baumstamm mit Körnerbrut beimpfen
Baumstamm beimpfen

Wenn man nun mal die gewünschten Holzstämme gefunden hat wird beimpft. Manch einer denkt sich, dass wir hier mit Spritzen arbeiten oder so. Das Wort beimpfen hat schon öfter für einen Grinser in meinem Gesicht gesorgt. Für die Arbeiten benötigt man 2-3 Baumstämme vom Laubholz, 1 Liter Körnerbrut und Gewebe-Klebeband. Die Körnerbrut kann man in Österreich auf www.pilzzucht.at bestellen oder direkt bei den Bauern abholen.

Bei der Schnittimpfmethode säget man den Stamm ein (Schnitt muss zu 2/3 in das Holz hineingehen2-3 Einschnitte auf 1m).  Die Schlitze sollten ca. 1-1,5 cm breit sein, damit die Pilzbrut noch mit dem Finger hineingestopft werden kann. Sägeschnitte mit Pilzbrut befüllen, leicht fest drücken und mit Klebeband verschließen.

Die beimpften Stämme lagert man für die Besiedelung in einer Miete an einem schattigen Platz im Garten oder im Keller. Für die Miete wird eine 10-20 cm hohe Schicht aus gesunden, nicht mit Schimmel befallenen Stroh verwendet. Die Stämme werden auf das Stroh gelegt und eventuell noch mal mit ein bisschen Stroh abgedeckt. Das ganze wird dann noch mit einer Kunststofffolie abgedeckt. In die Folie werden ein paar Löcher geschnitten damit ein Luftaustausch möglich ist. Vorsicht auf Sonne – Pilze lieben den Schatten! Nach ein paar Monaten kann man den Pilz am Stirnholz sehen (weisse Flecken) und die Früchte werden nicht mehr lange auf sich warten lassen.